• Mammutprojekt für den Schul- und Hortstandort Mitte

    In der vergangenen Woche durfte ich bei einer Online-Infoveranstaltung der Stadt Eberswalde teilnehmen. Es ging um die Sanierung der Bruno-H.-Bürgel Grundschule und des Hortes in der Eisenbahnstraße 100. Beide Sanierungen sollen mit einem Ersatzmodulbau als Ausweichgebäude für die Betreuung der Kinder stattfinden.

    Das Mammutsanierungsprojekt welches von 2021 bis 2025 realisiert werden soll, wird in der Summe satte 16,1 Millionen Euro verschlingen.

    Für mich stellen sich nun drei Fragen:
    1. Wieviele Fördermittel kann die Stadt dafür akquirieren?
    2. Sind die kalkulierten Baukosten auch nah an den tatsächlichen Kosten?
    3. Inwieweit sind die Außenanlagen am Ausweichbau, sowie nach Ausbau der E100, für die Anzahl der zu betreuenden Kinder ausreichend?

    Ansonsten ist es ein sehr engagiertes Projekt, welches ich im Ansatz für gut überlegt halte und insgesamt auch für dringend nötig erachte.

    Präsentation der Stadt Eberswalde

    Präsentation Architekt

  • Schließung von „thyssenkrupp rothe erde“

    Mit Entsetzen habe ich die Schließung des Standortes „thyssenkrupp rothe erde“ zum 31.12.2021 in Eberswalde zur Kenntnis nehmen müssen.

    Gerade die Art und Weise, wie es der Belegschaft mitgeteilt wurde, ist an Respektlosigkeit kaum mehr zu überbieten. Arbeitnehmer*innen, die oftmal fast ihr ganzes Berufsleben im Kranbau verbracht haben, in solch einer Art und Weise vor die Tür zu setzen, verschlägt einem die Sprache.

    Das die Geschäftsführung den Standort nicht schon vor geraumer Zeit fit für den Weltmarkt gemacht hat, sondern wohl von langer Hand geplant bewusst am langen Arm verhungern lies, ist vielmehr der Beweis, dass die Geschäftsführung bei der Analyse der Lage und bei strategischen Fragen der Unternehmensführung wohl noch sehr starken Nachholebedarf hat.

    Für Eberswalde und die Belegschaft ist diese Schließung, besonders mit der Art und Weise, ein harter Schlag ins Gesicht.

    Foto: Holzkreuz als Symbol für einen Arbeitsplatz, mit zeitlicher Angabe der Anstellung an diesem Standort

  • Sperrung Parkplatz am Schwärzesee

    Seit Anfang Januar ist die Zufahrt und der Parkplatz am Schwärzesee gesperrt. Diese Maßnahme der Landesförsterei wird seitdem heiß diskutiert. Ich habe einmal versucht für euch alle Informationen und einige Sichtweisen dazu in einem vor Ort Video zu beleuchten. Viel Spaß.

    Desweiteren gab es noch einen Artikel mit Statements dazu im Eberswalder Barnim Echo. Diesen findet ihr hier.

  • Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

    Heute gedachte ich gemeinsam mit meiner Wählergruppe und der Stadtfraktion an der Gedenkstätte im Finower Rosengarten der Opfer des Nationalsozialismus.

    Unfassbares Leid wurde damals über Millionen Menschen gebracht. Unsere Aufgabe muss es sein, daran zu erinnern und uns gegen Verharmlosung und neu aufkeimenden Nationalismus zu wehren.

  • Foto: JK

    Protest gegen Schließung von ThyssenKrupp Rothe Erde

    Am 8. Dezember 2020 war war ich gemeinsam mit meinem Fraktionsvorsitzenden Hardy Lux MdL auf der Protestaktion gegen die beabsichtigte Schließung von ThyssenKrupp Rothe Erde in Eberswalde. Neben den aufmunternden Grußworten der Politik gab es bei der Ankunft der Geschäftsführer aus Dortmund alles andere als Applaus.

    Wir müssen nun alle gemeinsam dafür sorgen, dass jetzt auch der Wirtschaftsminister mit an den Verhandlungstisch kommt, um eine gemeinsame zukunftsfähige Lösung für den Standort Eberswalde zu finden.

    Beeindruckend waren die knapp 80 Holzkreuze vor der Werkhalle, die die Arbeitsjahre jedes einzelnen Mitarbeiters visualisiert haben. Wenn man liest, dass Menschen hier länger arbeiten als ich auf dieser Welt bin, dann kann man nur erahnen, welche Existenzängste es hier geben muss.

    Für mich hat dieser Standort auch eine emotionale Bedeutung. Im ehemaligen Kranbau haben sich meine Eltern bei ihrer Ausbildung mit Abitur kennengelernt. Ohne diesen Traditionsindustriestandort gäbe es mich also gar nicht. Das zeigt, wie wichtig solche Standorte und Arbeitsplätze für eine Stadt und ihre Bevölkerung sind. Ich wünsche den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Erfolg bei ihrem weiteren Kampf für diesen Standort.

  • Foto: Johan Bodnar

    Eberswalde handelt – einfach wirksam hilfreich

    Am 30. Oktober 2020 hatte ich einen Termin mit dem Bürgermeister der Stadt Eberswalde. Grund war mein Appell in Hinblick auf die Situation der Gastronomie, Kreativwirtschaft und Soloselbständigen in der Stadt, gerade vor dem Hintergrund des anstehende zweiten coronabedingten Lockdowns. Bundesförderungen sind überhaupt nicht sicher und Förderungen aus anderen Töpfen greifen leider für viele aus diesen Branchen nicht.

    Der Bürgermeister nahm meine Anregungen, Hinweise und Ideen gern auf und rief im Nachgang sofort seine Fachleute an einen Tisch. Innerhalb von nur ein paar Tagen stellte der Dezernent Dr. Jan König (Wirtschaftsförderung) und Dr. Georg Werdermann (Stadtmarketing und Tourismus) ein Konzept auf, welches auch in einer Beschlussvorlage mündete, die den Mitgliedern des Hauptausschusses in ihrer Sitzung am 19. November 2020 zur Abstimmung vorgelegt wurde. Dem Hilfspaket über 300.000 Euro wurde dort einstimmig zugestimmt.

    Von der ersten Idee bis zum einstimmigen Beschluss vergingen nur 19 Tage. Verwaltung und Politik können als – gerade in einer Notsituation – nachweislich schnelle Entscheidungen treffen. Weiter so!

    Götz Herrmann

    Ich möchte mich bei allen Beteiligten innerhalb der Stadtverwaltung sehr herzlich für diese unkomplizierte, zügige und innovative Arbeit bedanken!

    Das Hilfspaket umfasst grob drei Bausteine:

    1. Die Aufstockung des Förderbudgets der Richtlinie zur kommunalen Förderung kleinteiliger Maßnahmen zur Belebung des Einzelhandels und der Gastronomie um 200.000 Euro.
    2. Eberswalde genießen – Gastro bleibt!
    3. Kulturbühne Eberswalde

    Nur zur Klarstellung: Ich bin nicht beruflicher Nutznießer dieses Hilfspaketes! Aber ich kenne viele Menschen aus diesen Branchen, für die völlig unsicher ist, ob sie den Winter-Lockdown beruflich überstehen werden.

    Götz Herrmann

    Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die durch die Pandemie und die Lockdowns ebenfalls in in einer prekären Lage sind. Dennoch ist jeder Schritt den wir zur Unterstützung tun, wichtig und gut. Hoffen wir, dass es noch mehr Hilfsmaßnahmen für weitere Bereiche gibt, um nach der Pandemie und ohne gravierende Verluste in einer lebhaften und bunten Stadt Eberswalde wieder aufleben können.

    Kontakt:
    Referat für Wirtschaftsförderung der Stadt Eberswalde
    Dr. Jan König
    03334 64522

    Amt für Stadtmarketing und Tourismus
    Dr. Georg Werdermann
    03334 64800

    Zum ausführlichen Artikel
    Zur Beschlussvorlage

    Foto: Johan Bodnar

  • Preisverleihung zum Architekturwettbewerk Hort „K17“

    Als Mitglied des „Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt“ durfte ich vor der Sitzung bei der Preisverleihung zum Architekturwettbewerb des „Hortneubaus Kyritzer Straße 17“ teilnehmen.

    15 Arbeiten wurden von einer Fachjury bewertet. Die Vorgaben waren unter anderem, dass es ein eingeschossiger Holzbau werden sollte. Jeder Entwurf, hatte eine sehr gute Qualität und war ein echter Hingucker. Die Jury hatte letztlich die Qual der Wahl.

    Die Gewinner sind Numrich Albrecht Klumpp Gesellschaft von Architekten mbH aus Berlin, die bereits den Bau/Umbau des BBZ Amadeu Antonio in Eberswalde begleitet haben.

    Foto: Stadt Eberswalde

    Zum Bericht der Stadt Eberswalde und zu den Preisträgern

  • Absage der Eberswalder Weihnachtsmärkte

    Update: Aufgrund der neuen Verordnungen zur Eindämmung der Pandemie ist fraglich inwieweit überhaupt noch Märkte oder ähnliches vor Weihnachten stattfinden dürfen. Ich drücke die Daumen, dass der Eberswalder Adventsboulevard denoch stattfinden kann.

    In der vergangenen Woche wurde bekannt gegeben, dass die Eberswalder Weihnachtsmärkte in ihrer bisherigen Form ausfallen werden.

    Einerseits verstehe ich, dass in dieser unsicheren Corona-Zeit niemand die Verantwortung für einen etwaigen Ansteckungs-Hotspot in der Weihnachtszeit übernehmen möchte. Andererseits glaube ich aber fest daran, dass wir in diesen Zeiten und soweit möglich, immer wieder Zeichen von Normalität aussenden sollten. Beschauliche Weihnachtsmärkte wären solch ein wichtiges Zeichen. Die Weihnachtszeit ist für viele Bürger*innen und gerade für die Kleinsten eine sehr wichtige Zeit. Daher sollten wir sehr genau überlegen ob wir diese Zeit „unter den Tisch“ fallen lassen sollten. Ich glaube nein.

    „Wir sollten auch immer wieder Zeichen von Normalität aussenden“

    Ein Weihnachtsmarkt hat den Vorteil, dass er draussen stattfinden kann und zudem erwarten wir auch nicht täglich tausende Besucher. Daher wären für mich räumlich aufgelockerte Weihnachtsmärkte mit angepassten Regeln auf jeden Fall möglich und auch sinnvoll gewesen.

    Wenn der bisherige Veranstalter nicht von seinem Konzept abweichen will und vielleicht auch nicht kann, dann sollte die Stadtverwaltung, meiner Meinung nach, mit ihrem Kulturamt einen abgespeckten und räumlich aufgelockerten Weihnachtsmarkt in der Innenstadt organisieren. Aktuell gibt es erste Anzeichen, dass dies so auch passieren soll. Ich werde die Stadtverwaltung dazu ermutigen und auch gern unterstützen, denn ein gemeinsamer Glühwein/Glühpunsch auf dem Marktplatz ist vielleicht auch gerade in diesen Zeiten wichtig.

    Foto: Hans Braxmeier from Pixabay

  • Foto: Sören Tetzlaff / MOZ

    Reformierung des Eberswalder Bürgerbudget nötig

    Wir haben den Tag der Entscheidung zum Bürgerbudget 2021 hinter uns gebracht. Und „hinter uns gebracht“ ist auch mein ganz persönliches Gefühl. Wieder haben wir die Fehler aus den letzten Jahren fortgesetzt und leider noch mit neuen angereichert.

    Nach der immer wiederkehrenden jährlichen Kritik am Bürgerbudget muss nun endlich eine Anpassung der Satzung erfolgen!

    Das Bürgerbudget ist inzwischen eine reine Lobbyveranstaltung und letztlich ein Politikum. Meines Erachtens spielt die Stadtverwaltung auch bei der Auswahl der Vorschläge inzwischen eine eher unrühmliche Rolle.

    Vorschläge, die der Allgemeinheit dienen oder der Verschönerung von Eberswalde, haben kaum mehr ein Chance und man muss diese jedes Jahr mit der Lupe suchen. Die erdrückende Präsenz von Vorschlägen für städtische Einrichtungen wie Kitas oder Sportvereine nehmen immer mehr zu. Auch die Vielzahl der Vorschläge zur Gehwegsanierung sind zwar nachvollziehbar aber sehr ärgerlich, da die Verwaltung hier ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen muss. Solche Vorschläge gehören für mich nicht in einen Bürgerhaushalt, sondern sind das Geschäft der laufenden Verwaltung!

    Ideen einzelner Bürger, für kleine Verschönerungen und Verbesserungen im Stadtgebiet, sind inzwischen chancenlos.

    Ich bin für eine gravierende Überarbeitung der Satzung, so dass auch kleine Ideen zur Verschönerung unserer Stadt wieder Erfolg haben. Zum Glück denkt meine Fraktion genau so und wir werden noch in diesem Jahr eine Beschlussvorlage zur Satzungsänderung einreichen!

    Foto: Sören Tetzlaff / MOZ